admin

16 Beiträge

Utopie oder Dystopie – Djamilia Prange de Oliveira

Djamilia Prange de Oliveira ist freie Redakteurin und studiert im Master globale Geschichte in Berlin mit den Schwerpunktregionen Lateinamerika und Naher Osten. Wenn sie nicht gerade in Berlin ist, ist sie meistens in Brasilien oder Israel und setzt sich zum Beispiel mit Religion, Kolonialismus, Religion, Innovation und Digitalisierung auseinander.

Scheinehe aus Liebe – Ximena Rodriguez

Moralische Erwägungen über nationale Grenzen hinaus. Manche Leute nehmen an, wenn sie mich kennenlernen, dass ich aus utilitaristischen Gründen geheiratet hätte. Ich meinerseits nehme an, dass diese Projektion darauf basiert, dass ich in einem südamerikanischen Staat geboren bin und keinerlei deutsche Verwandte hatte, als ich nach Deutschland kam – ergo: kein EU-Pass. Das Schlimme ist: Es stimmt ja, dass ich eine Scheinehe wollte. Am Ende habe ich paradoxerweise genau die Person geheiratet, die ich liebte. Aber Moment mal, vielleicht gehen wir das Stück für Stück an.

Klimakrise & Kolonialismus – meine Rede auf dem 11. globalen Klimastreik – Philipp Ahovi

Mit FridaysForFuture hatte ich bis vor wenigen Wochen nicht viel zu tun. Noch vor zwei Monaten hätte ich es daher auch für unwahrscheinlich gehalten, bei einem Klima-Streik eine Rede zu halten. Doch wie es der Zufall wollte, ist genau das eingetreten. „People Not Profit“ war das Motto, unter dem die Kundgebungen am 23. September stattfanden. Klimagerechtigkeit sollte diesmal stärker imVordergrund stehen.

“Geh zurück ins Bananenland” – Afrozensus gibt erstmals Einblicke in die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in Deutschland – Djamilia Prange de Oliveira

Im November 2021 wurde der Afrozensus veröffentlicht, die erste systematische Befragung der Lebensrealitäten von Afrodeutschen, afrodiasporischen und schwarzen Menschen in Deutschland. Die Befragung macht deutlich, dass Rassismus in Deutschland vor allem eins ist: ein Strukturproblem. Und als solches sollte es auch erkannt und angegangen werden. Das Perspektiven of Color Projekt gibt einen Einblick in den Bericht.

So wie ich mich integrieren soll, soll die Mehrheitsgesellschaft sich auch integrieren! – Monzer Haider

Zeit zur Revolutionierung des Integrationsverständnisses Seit meiner Ankunft in Deutschland höre ich ständig das Wort „Integration“ oder den Satz „Du solltest dich hier integrieren, um gut und problemlos leben zu können“. Ehrlich gesagt wusste und weiß ich immer noch nicht, was unter diesem Begriff zu verstehen ist, der in allen Mündern ist. Eins weiß ich aber sicher, dass ich wie alle geflüchteten Menschen der Hauptgegenstand des Integrationsfeldes bin, aber gleichzeitig der passive Teil in der Integrationsdebatte. Leider geschieht es selten, dass geflüchtete Menschen selbst zu Wort kommen, damit sie ihre Meinung als Hauptakteur:innen über die Integration(-sdebatte) äußern können. Einer der […]

My skin a shell that cages – Raja-Léon Hamann

my skin a shell that cages     that shackles me inside my blackened body bearing no resemblance to this mind of mine a clutter of loose ends unspoken by their language never to be spoken aptly by any of my kind     My skin? To have a color I call mine     a wholesome soul     I desire the unblemished pale shallowness of others envy the naïve straightness maleness never to be mine    for I have grown this being un-made from guilt and venom spit upon my kind cohering this shell that I must call mine this shell that I will call mine Über […]